Gruppe VAL: das Olympische Dorf Heliopolis, 1968–74

Die slowakische Gruppe VAL [Voies et aspects du lendemain, sinngemäß Wege und Aspekte für morgen] wurde von dem Künstler Alex Mlynarčík (*1934) und den Architekt:innen Viera Mecková (*1933) and Ľudovít Kupkovič (*1943) gegründet. Ihre in der sozialistischen Ära entwickelten utopischen Projekte bezeichneten sie auch als ,architektonische Poesie‘.
Der bekannteste Entwurf von VAL ist das Olympische Dorf ,Heliopolis‘ auf einem Bergmassiv der Hohen Tatra. Heliopolis entstand zwischen 1968 und 1974 als Vorschlag zu den Winterspielen 1984, für die sich die Region Hohe Tatra ursprünglich bewerben wollte. Obwohl der enorme Ring mit seinem Durchmesser von 1,2 km und einer Nutzfläche von 4 Mio. qm zunächst nur als Konzept gedacht war, wäre er theoretisch technisch umsetzbar gewesen.

Klára Prešnajderová
Gruppe VAL: das Olympische Dorf Heliopolis, 1968–74
Visualisierung des Olympischen Dorfs Heliopolis, Gruppe VAL, Tschechoslowakei, 1968–74 In: Projekt 3/1973, S. 22
Grundriss und Querschnitt des Olympischen Dorfs Heliopolis, Gruppe VAL, Tschechoslowakei, 1968–74. In: Pierre Restany: INDE – Alex Mlynarčík. Galerie Lara Vincy, Paris, und Slowakische Nationalgalerie, Bratislava, 1995, S. 73
Olympische Sportstätten nahe Heliopolis, Gruppe VAL, Tschechoslowakei, 1968–74. In: Pierre Restany: INDE – Alex Mlynarčík. Galerie Lara Vincy, Paris, und Slowakische Nationalgalerie, Bratislava, 1995, S. 73