Institut für Wohn- und Bekleidungskultur, Prag [Ústav bytové a oděvní kultury ÚBOK]

Das Institut für Wohn- und Bekleidungskultur wurde 1959 als wissenschaftliche Einrichtung zur Erforschung modernen Wohnens gegründet. Emanuela Kittrichová hatte die Leitung der Abteilung für Raumdesign inne. Eine wichtige Aufgabe des Instituts war die Entwicklung zweckmäßiger Innenräume und Möbel in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit Soziolog:innen.
Das 1978 erschienene Buch ,Nábytek, Muž, Bydlení‘ [Möbel, Menschen, Wohnen] definiert Innenausstattungen im Sinne des deutschen Architekten Ernst Neuferts als modular; und hier findet sich eine bemerkenswerte Darstellung des ÚBOK.
Für die Ausstellung ,Möbel für 500.000 neue Wohnungen‘ im Jahr 1972 unterzog das Institut die Methoden der Innenarchitektur einer Revision. Die präsentierten Musterräume waren unter anderem mit erschwinglichen Möbeln ausgestattet, 1971 entworfen von Jindřich Halabala (1903–78) für Universal Prostějov. Allerdings wurde kritisiert, dass die vorgestellten Monoblock-Stühle und -Sofas unpraktisch seien und Produkte insbesondere für Kinder und Ältere fehlen würden.

Helena Huber-Doudová
Institut für Wohn- und Bekleidungskultur, Prag [Ústav bytové a oděvní kultury ÚBOK]
Soziologische Studie '100 Wohnungen in der Wohnsiedlung Bohnice', Schlafzimmerkonzept
Soziologische Studie '100 Wohnungen in der Wohnsiedlung Bohnice', Schlafzimmerkonzept
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